Bereits im Juli 2017 hat Kurt Krambach  bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, ein Plädoyer für eine Dorfbwegung veröffentlicht

Auf der Homepage der Stiftung heißt es: Dass sich auch ein Gemeinwesen betriebswirtschaftlich rechnen muss, ist die Perspektive, die sich seit den 1970er Jahren in den europäischen Ländern sukzessive durchzusetzen scheint. In diesem Kontext jedenfalls sind wohl die Gemeindegebietsreformen zu verstehen, die im Ergebnis der Kostendiskussionen auch auf der untersten Selbstverwaltungsebene noch immer als brauchbares Instrument angesehen werden. Die Folge sind Großgemeinden, in denen die Dörfer ihre ursprüngliche Identität und auch ihre Hoheiten verlieren.

Seit etwa zwei Jahrzehnten widmet sich Kurt Krambach diesem Phänomen. Im Jahr 2003 fand die Gemeindegebietsreform im Bundesland Brandenburg ihre Vollendung. Gemeinden mit weniger als 500 Einwohner*innen sollte es fortan nicht mehr geben. Selbstverwaltung sollte sogar erst ab 5.000 Einwohner*innen möglich sein. Die Verheißungen des New-Public-Managements beeindruckten also auch die brandenburgische Landesregierung. War es bis dahin noch so, dass das Dorf im Regelfall die eigenen Belange selbstbestimmt regeln konnte, so mussten fortan mehrere Dörfer zu einer Gemeinde fusionieren oder wurden gar mit dem naheliegenden Mittelzentrum, meist einer Kleinstadt, zwangsfusioniert.

Die Broschüre kann kostenlos bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung als PDF heruntergeladen oder bestellt werden.